Diskussion mit Staatssekretär Langner zur demografichen Entwicklung

Demografische Entwicklung

Staatssekretär David Langner mit Vertretern der SPD aus St. Goar und Oberwesel vor dem Krankenhaus in Oberwesel

Sicherung der medizinischen Versorgung in der Region: SPD will "runden Tisch" zur medizinischen Versorgung und  Zukunftswerkstatt zur Sicherstellung des hausärztlichen Versorgung

Der SPD-Gemeindeverband St. Goar-Oberwesel hat den Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demografie, David Langner, zu einer Diskussion nach Oberwesel eingeladen. Schwerpunkte der Diskussion waren neben der „Demografischen Entwicklung“, die künftige Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in unserer Region, der Umbau des Krankenhauses Oberwesel und die Zukunft des Krankenhausstandortes St. Goar .

Vertreter der SPD aus St Goar und Oberwesel diskutierten mit Gästen über die Chancen und Risiken der demografischen Entwicklung im Mittelrheintal. Nach der Vorausberechnung des Statistischen Landesamts wird die Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel von 10.144 Einwohnern im Jahr 2005 auf 7.587 im Jahr 2030 zurückgehen. Gleichzeitig wird es mehr Alte und weniger Junge im Vergleich zur „Nachbarschaft“ geben. Das bedeutet nicht nur ein Rückgang der Steuereinnahmen im Vergleich zur Umgebung, sondern viele andere Maßnahmen frühzeitig auf den Weg zu bringen, um nicht in 10 Jahren oder später davon überrascht zu werden. Vorschläge hatte die SPD bereits vor Beginn der aktuellen Legislaturperiode gemacht (Bürgerbus, Einkauf vor Ort…), die damals leider nicht akzeptiert wurden. Bei der Postkartenaktion der SPD im Rahmen einer Bürgerbeteiligung an alle Haushalte in diesem Januar war für die meisten Bürger, jung und alt, am wichtigsten die medizinische Versorgung im ländlichen Raum zu sichern. Die SPD-Fraktion in der Verbandsgemeinde hat deswegen nach dieser Diskussion eine Anfrage an den Verbandsbürgermeister gestellt, ob sich die Verwaltung an der lokalen Zukunftswerkstatt zur Sicherstellung der hausärztlichen Versor-gung des Ministeriums für Arbeit, Sozialales, Gesundheit und Demografie beteiligt. Die Verwaltung hat diese Anregung gerne aufgenommen. Die SPD-Fraktion sieht darin, die Chance sich intensiv mit dem Thema auseinander zu setzen und zumindest teilweise Lösungsansätze zu finden. Natürlich ist der SPD vor Ort klar, dass Lösungen auf allen Ebenen gebunden werden müssen, vom Bund, vom Land, den Universitätskliniken und in der Gesellschaft. Insbesondere müssen Anreize geschaffen werden, damit überhaupt junge Menschen Medizin studieren und diese dann nicht nur in die Ballungszentren möchten.

Weiter hat die SPD-Fraktion gegenüber dem Bürgermeister beantragt, einen runden Tisch zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum einzurichten und zwar mit allen Partnern (Krankenhaus, niedergelassenen Ärzten, Physiotherapeuten, Apothekern, Vertreter des Ministeriums, Tourismusgewerbe, Pflegezentrum Ingbert Ochs, Pflegestützpunkt….) im Rahmen einer offenen Bürgerdiskussion, passend zu den „Zukunftsideeen“ des Kreises.

Auch wurde über die Zukunftschancen für die Jugend diskutiert. So gibt es in vielen Orten der Verbandsgemeinde Jugendräume. Trotzdem kann die Jugendarbeit verbessert werden. Wir sind Bürgermeister Bungert daher dankbar, dass er die Förderung der Jugendarbeit mit Unterstützung der Kreisverwaltung innerhalb der Verbandsgemeinde mit in die Diskussion gebracht hat. Wir würden uns freuen, wenn hier im ersten Schritt eine stärkere fachliche Begleitung durch Jugendpfleger erfolgen würde. Die SPD würde dies auch im Rahmen der Haushaltsberatungen unterstützen.

Beim geplanten Umbau des Krankenhauses in Oberwesel klafft noch eine Finanzierungslücke. Nach Ansicht von David Langner werden weiter Lösungen gesucht, damit es Fort-schritte gibt, u. a. vom Träger den Waldbreitbacher Franziskanerinnen und ihrem Marienhaus-Klinikum. Die SPD wird nach diesem Gespräch auch mit dem für Stadtsanierung zuständigen Ministerium sprechen. Der Versuch der örtlichen SPD, alle Beteiligte zusammen an den Tisch zu holen, war leider nicht erfolgreich. Bezüglich des Standortes St. Goar, sind die Waldbreitbacher Franziskanerinnen weiter in der Pflicht den Standort zu sichern.

 

 
 

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