Güterzüge müssen ab 2020 leiser fahren

Bundespolitik

Reinhold Rüdesheim mit Martin Burkert, Vors. Verkehrsausschuss Bundestag

Der Bundestag hat am 30. März 2017 das Schienenlärmschutzgesetz einstimmig beschlossen. Die Koalitionsfraktionen hatten dazu einen umfangreichen Änderungsantrag vorgelegt. Es ist gut wenn Verkehr auf der Schiene rollt, sowohl aus Gründen der Verkehrssicherheit als auch wegen des Umweltschutzes. Allerdings ist der Lärm von Güterzügen eine schwere Belastung für die Anwohner.

Ab Fahrplanwechsel 2020 (13. Dezember 2020) ist daher der Einsatz lauter Güterwagen auf dem deutschen Schienennetz verboten. Güterwagen die noch nicht umgerüstet sind, dürfen nur in Ausnahmefällen mit reduzierter Geschwin-digkeit fahren (Einfluss der EU-Länder). Danke an Gustav Herzog, MdB/SPD, Verkehrspolitiker aus Kaiserslautern und Mitglied des Beirats "Leiseres Mittelrheintal" und Martin Burkert, SPD, Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag, die uns am Mittelrhein prima unterstützt haben. 

53.000 von 166.000 Güterwagen sind „leise“

Von den mit Stand 15.03.2017 etwa 166.000 aktiven Güterwagen, die im Nationalen Fahrzeugregister NVR eingetragen sind, sind insgesamt 53.000 mit leisen Bremssohlen ausgerüstet, antwortete die Bundesregierung auf eine Anfrage.

Von den 166.000 aktiven Güterwagen sind noch etwa 68.000 im Bestand der Deutschen Bahn eingetragen, davon sind etwa 34.500 Güterwagen mit „leisen „ Bremsen ausgestattet. Von den restlichen 98.000 Wagen sind etwa 64.000 Wagen deutschen Wagenhaltern zugeordnet und 34.000 ausländischen Haltern. Von den nationalen Wagen sind laut Bundesregierung 11.500 mit „leiser“ Bremse ausgerüstet und von ausländischen Wagen nur etwa 7.000.

Die Bundesregierung rechnet jedoch damit, das Ende 2020 alle umrüstbaren Güterwagen „leise“ Bremsen aufweisen oder durch Neubauten ersetzt werden.

 
 

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